Werden dem Verstorbenen beim Ankleiden eventuell die Knochen gebrochen?

Nein, dies ist ein Vorurteil, das immer noch durch die Köpfe geistert, aber jeglicher Grundlage entbehrt. Die Toten- oder Leichenstarre, der Fachbegriff hierfür lautet Rigor Mortis, ist wie ein Krampf in der Muskulatur. Der körpereigene Stoff ATP kann nach dem Tod nicht mehr weiter transportiert werden und so verhärten sich die Muskeln verhärten. Dies führt nach und nach zu einer Starre, die nach etwa 24 Stunden wieder abnimmt, wenn die feinen Muskelfasern sich durch die Autolyse langsam beginnen zu zersetzen. Der vorhandene Rigor Mortis kann, wie bei einem normalen Krampf auch, durch langsames Dehnen gelöst werden. Knochen werden dazu nicht gebrochen, was auch kaum möglich wäre, da diese extrem belastbar sind und einige Tonnen Druck ausgeübt werden müssten.

Weitere Informationen zum Thema Totenstarre finden sie bei Wikipedia.

Zuletzt aktualisiert am 17.03.2016 von Redaktion "PIETÄT DECKER".

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