Wird der Verstorbene bei einer Erdbestattung von Würmern „gefressen“?

Nein, aufgrund des Erddrucks (der Erdaushub eines Grabes wiegt ca. 6 - 10 Tonnen, je nach Grabart) sind in der Tiefe von 1,50 m (Normalgrab) und 2,10 m (Tiefengrab) die Würmer gar nicht überlebensfähig. Der Mensch hat unzählige Mikroorganismen in sich, ohne die wir z.B. keine Nahrung verdauen könnten. Stirbt der Mensch, beginnen diese Bakterien den Körper von innen zu zersetzen. Diesen Vorgang nennt man Autolyse und er ist hauptsächlich dafür verantwortlich, dass der Körper vergeht. Je nach Bodenbeschaffenheit, d.h. wieviel Sauerstoff die Erde enthält und durchlässt, wird dieser Prozess beschleunigt oder verlangsamt. Aus diesem Grund gibt auf den verschiedenen Friedhöfen unterschiedliche Ruhefristen.

Weitere Informationen zum Thema Autolyse finden Sie bei Wikipedia.

Zuletzt aktualisiert am 17.03.2016 von Redaktion "PIETÄT DECKER".

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